Zwei Ausstellungen, zwei Tage, eine Stadt

Zwei Ausstellungen, zwei Tage, eine Stadt

Drei Stunden Autofahrt bringen mich nach Wien. Nach dem Check-In im Hotel mache ich mich sofort auf den Weg zur ersten Fotoausstellung. Der Weg führt mich in den 7. Bezirk ins „WestLicht - Schauplatz für Fotografie“. Noch bis zum 22. Oktober gastiert dort die „World Press Photo 17“ mit den weltbesten Pressefotos des letzten Jahres.

Die prämierten Einzelbilder und Fotoserien lassen als Ikonen der Zeitgeschichte das vergangene Jahr Revue passieren und zeigen auf eindringliche Weise Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur.
— http://www.westlicht.com/ausstellungen/aktuell/

Atemberaubend, bedrückend, erheiternd, schockierend, bewegend - die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Auf jeden Fall eine absolut sehenswerte Ausstellung und wieder ein Beweis für die großartigen Leistungen der weltweit tätigen Pressefotografen.


Neuer Tag, neue Ausstellung, neues Thema. Am Sonntag besuche ich die Albertina, wo bereits am frühen Morgen eine lange Warteschlange auf mich wartet. Erfreulicherweise wollen aber fast alle Besucher nur Raffael, Picasso und Monet sehen und kaum jemand verläuft sich in die Abteilung für Fotografie.

Richtete sich der Fokus der ersten Ausstellung auf die weltweite Pressefotografie, so geht es in dieser Ausstellung ausschließlich um die fotografische Darstellung Österreichs durch österreichische FotografInnen.

Wie sieht Österreich im Fokus der eigenen, heimischen Linse aus?
Österreichische FotografInnen befragen das eigene Land und seine soziokulturellen Identitäten. Ins Licht gerückt werden das Land, die politische Vergangenheit, Milieus und urbane Räume. Der Blick nach innen offenbart oftmals Aspekte, die im Begriff waren, zu verschwinden.
Die 1970er-Jahre sind von einem Aufbruch geprägt, in dem FotografInnen ein neues Selbstverständnis entwickeln und sich vielfältige fotografische Strömungen herausbilden: Dokumentarische Strategien und die Auseinandersetzung mit dem Medium selbst zeichnen die Entwicklung der Fotografie zwischen 1970 und 2000 aus.
— http://www.albertina.at/oesterreich_fotografie

Ebenfalls sehr sehenswerte Arbeiten, vor allem kann ich die Bilder aber in Ruhe betrachten, ganz im Gegensatz zu Raffaels Werken, bei denen man sich schon fast durch die Besucher kämpfen muss, um einen Blick auf die Bilder werfen zu können.

Den Abschluss meines Wien Wochenendes bildeten dann ein wunderbares Konzert des Abaco-Orchesters (http://www.abaco-orchester.de) im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und ein Besuch im Kaffeehaus, bevor es dann wieder zurück nach Burghausen ging.

„Unterwegs Zuhause“ - Fotoausstellung

„Unterwegs Zuhause“ - Fotoausstellung