Narvik
Narvik ist Eisenbahn- und Hafenstadt. Über die Erzbahn kommt schwedisches Eisenerz hierher, weil der Hafen auch im Winter eisfrei bleibt, und genau deshalb wurde die Stadt 1940 hart umkämpft. Vom alten Narvik ist wenig übrig, es wurde nach dem Krieg neu gebaut. Ringsum stehen die Berge, mit der Gondel kommt man auf den Fagernesfjell.
Die Einfahrt durch den Fjord war der Moment, an den ich mich erinnern werde: tief hängende Wolken zwischen steilen Wänden, düster und großartig zugleich. Die Stadt selbst ist rau, von Erz, Schienen und Wetter geprägt, und sie macht kein Geheimnis daraus. Ihre Geschichte hängt an den Wänden, verblasste Schiffsbilder auf altem Putz. Schwer, ernst, aber mit etwas Trotzigem. Und mitten drin ein Blumenkasten und Waffeln mit Erdbeermarmelade.