Sortland
Sortland heißt „die blaue Stadt", weil ein Künstler viele Fassaden in Blautönen streichen ließ. Der Ort ist das Handelszentrum der Vesterålen, liegt zwischen Hunderten von Inseln und Schären und ist Anlaufhafen der Hurtigrute. Von hier aus kommt man in die Landschaft der Inselgruppe und zu den Rentierherden der Samen.
Sortland habe ich im Grau erlebt, und das Grau steht ihm gut. Kein Postkartenwetter, dafür Alltag: Arbeit am Kai, Warnwesten, Briefkästen am Straßenrand, ein Ort, der nicht für Besucher poliert wird. Ruhig, nüchtern, sympathisch unaufgeregt. Am Nachmittag wurde es dann still und nah, bei den Rentieren und der samischen Familie, und der Tag endete so, wie solche Tage enden sollten, bei Kaffee und Zimtschnecke.